Pressemitteilung:

  • 03. Juli 2019

Land wird Düsseldorfs Bewerbung für die Invictus Games 2022 unterstützen

Am Donnerstag, 4. Juli 2019, berät der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf über eine mögliche Bewerbung für die Invictus Games 2022 (Tagesordnungspunkt 8, Vorlage 01/ 217/2019). Dazu erklärt der Düsseldorfer SPD-Landtagsabgeordnete Markus Herbert Weske, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses des Landtags von Nordrhein-Westfalen:

„Der Landtag von Nordrhein-Westfalen hat am vergangenen Donnerstag einstimmig beschlossen, NRW-Städte bei einer möglichen Bewerbung für die Ausrichtung der Invictus Games im Jahr 2022 zu unterstützen. In der Debatte habe ich deutlich gemacht, dass es uns um einen konkreten Vorschlag geht: Wenn der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf in dieser Woche einen entsprechenden Beschluss fasst und sich gemeinsam mit der Bundeswehr bewirbt, wird das Land mit vollem Einsatz behilflich sein.“

Weske, der auch stellvertretender finanzpolitischer Sprecher der SPD-Landtagfraktion ist, hebt die klare Regelung zu den entstehenden Kosten hervor: „Der Bund hat zugesagt, die Kosten für die Veranstaltung vollständig zu übernehmen. Für Stadt und Land birgt die Ausrichtung dieser Spiele also keinerlei finanzielles Risiko.“

Die Invictus Games sind ein sportlicher Wettbewerb für und von Soldatinnen und Soldaten aus aller Welt, die im Einsatz verwundet oder verletzt wurden oder erkrankt sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie noch aktiv sind oder nicht mehr im Dienst sind. Bei den Wettkämpfen geht es nicht ausschließlich um sportliche Höchstleistungen in rund zehn Disziplinen, sondern auch um eine stärkere Anerkennung, wechselseitige Wertschätzung sowie um das soziale Miteinander. Die Spiele sollen die Bedeutung des Sports bei der Gesundung demonstrieren, die Rehabilitation unterstützen und das Leben jenseits von Behinderung zeigen.

Zuletzt entsendeten knapp 20 Nationen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu den Invictus Games, darunter Länder wie Großbritannien, USA, Irak, Afghanistan. Sie werden von bis zu zwei ‚Family & Friends‘ Begleitet. Mit der Einladung der Familien und Freunde wird speziell die wichtige Rolle unterstrichen, die sie bei der Gesundung haben und stellt gleichzeitig eine Anerkennung und Danksagung dar. Zusammen mit den Pflegekräften und dem Servicepersonal kommen so rund 2.000 Personen zusammen. Die Veranstaltungen sind dabei auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Deutschland hat von Beginn an rund 20 Teilnehmende der Bundeswehr zu diesen sportlichen Wettbewerben entsandt. Anlässlich der Invictus Games sind stets hochrangige politische Vertreterinnen und Vertreter der teilnehmenden Länder anwesend. Das mediale Interesse an der Veranstaltung ist kontinuierlich gestiegen. Seit 2014 gab es bisher vier Veranstaltungen der Invictus Games, die fünfte Veranstaltung im nächsten Jahr in Den Haag ist in Planung.