Gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingssituation im Stadtbezirk 5

Die Fraktionen von SPD und FDP in der Bezirksvertretung 5 und der
Bezirksvertreter Emmanouil Mastrokoukos (Die Linke) bekennen sich gemeinsam
zur Verantwortung gegenüber den zu uns kommenden Flüchtlingen und rufen alle
Bürgerinnen und Bürger im Stadtbezirk 5 zur Solidarität mit den vor Krieg und
Verfolgung fliehenden Menschen auf.

Aufgrund weltweit steigender Flüchtlingszahlen muss auch die Stadt Düsseldorf immer
mehr Flüchtlinge aufnehmen. Dies hat auch unmittelbare Auswirkungen auf unseren
Stadtbezirk 5. Erste Flüchtlinge sind bereits in Kaiserswerth untergebracht worden, weitere
Standorte zur Unterbringung von Flüchtlingen sind in Planung.

Die zu uns kommenden Flüchtlinge sind auf Unterstützung angewiesen, um in diesem für
sie fremden Land anzukommen und sich erfolgreich integrieren zu können. Es ist daher an
Politik und Bürgerschaft, diesen Menschen Hilfe zukommen zu lassen, wo immer es
möglich ist. Das Beispiel Kaiserswerth zeigt, wie groß die Welle der Hilfsbereitschaft ist.
Hierzu ist allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern ein großer Dank auszusprechen.

Neben der immensen Hilfsbereitschaft bestehen innerhalb der Bürgerschaft teilweise auch
Sorgen und Ängste. Dies hat sich u.a. bei der Bürgerinformationsveranstaltung in der
International School gezeigt. Diese Sorgen müssen ernst genommen werden. Gleichzeitig
muss dafür Sorge getragen werden, dass nicht Einzelne solche Ängste ausnutzen, um
Ressentiments gegen diejenigen zu schüren, die dringend auf unsere Hilfe und
Unterstützung angewiesen sind. Die große Teilnehmerzahl an Gegendemonstration und
Friedensgebet gegen die Kundgebung von Pro NRW am 8. Mai in Kaiserswerth hat einmal
mehr gezeigt, dass in unserem Stadtbezirk eine starke Zivilgesellschaft entschieden
gegen solche Ressentiments zusammensteht.

Angesichts internationaler Konfliktherde können wir nicht davon ausgehen, dass die Zahl
der zu uns kommenden Flüchtlinge sehr bald wieder abnimmt. Es liegt daher in unser aller
Verantwortung, auch in Zukunft für ein gutes Miteinander zu sorgen.